Erfolgreiche 5. Genussakademie mit Gala-Abend

Am 4. November 2008 fand in St.Gallen die 5. Genussakademie mit Gala-Abend Culinarium statt. Workshops, Produkteshow, Gala-Diner und die Verleihung der Culinarium-Trophys boten einen abwechslungsreichen, spannenden Abend.

Erfolgreiche 5. Genussakademie mit Gala-Abend
Die Olma-Halle war festlich hergerichtet, denn der Trägerverein Culinarium hatte zum Galaabend eingeladen. Der Genuss stand dabei im Zentrum - und die Würdigung der Lebensmittel, die entsprechend der «Culinarium»-Philosophie ihren Ursprung in der Region haben. Es konnte aus dem Vollen geschöpft werden, lebt inzwischen doch eine Vielzahl an Lebensmittelproduzenten und -verarbeitern diese Philosophie und garantiert so für hochwertige landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Region. Die mehr als 250 Gäste konnten sich von der hohen Qualität der Produkte und von der Kreativität der verschiedenen Küchenchefs überzeugen lassen.

Drei Trophys und ein Zertifikat
Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Culinarium-Trophys. Mit diesem Preis werden Unternehmen und Personen ausgezeichnet, die sich besonders für die Sache der regionalen Lebensmittel einsetzen. Trophys werden in den Kategorien Gastronomie, Produzenten und Tourismus vergeben. Übergeben wurde auch das IPG-Zertifikat für die St. Galler Bratwurst. Dank der Registrierung als geschützte geographische Angabe (GGA) darf die St. Galler Bratwurst nur noch in der Ostschweiz hergestellt werden. Die Urkunde wurde von Jacques Chavaz, stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft BLW, überbracht.

Ribelmaispoularde - von A bis Z regional
Mit einem eigenständigen regionalen Produkt machten im Frühling dieses Jahres die Gebrüder Robin, Gregory und Pascal Geisser von der Geflügel Gourmet AG von sich reden. In enger Zusammenarbeit mit einem Fachteam des Trägervereins Culinarium experimentierten die Mörschwiler Geflügelzüchter an der Produktion von Ribelmaispoularden. Dabei handelt es sich um das Fleisch einer in der Schweiz noch weitgehend unbekannten langsam wachsenden Hühnchen-Rasse, die in der Aufzucht mit Ribelmais gefüttert wird. Das Experiment "Ribelmais-Poularde" gelang so gut, dass bereits bei der erstmaligen Lancierung 30 Gastronomen das neue Culinarium-Produkt auf die Speisekarte setzten. Mit der Trophy in der Kategorie Produzenten wird nun die Innovationskraft der Gebrüder Geisser geehrt. Für den Präsidenten des Trägervereins Culinarium, Nationalrat Walter Müller, verkörpert die Ribelmais-Poularde die Culinarium-Philosophie auf perfekte Art und Weise. "Sie wird von A bis Z in der Region produziert und genügt den allerhöchsten Ansprüchen des Gastronomen."
Robin, Gregory und Pascal Geisser setzen mit der Geflügel Gourmet AG eine Familientradition fort, die vor einem halben Jahrhundert mit dem Aufbau einer Hühnerfarm durch ihren Grossvater Jean Geisser seinen Anfang nahm und von Paul und Verena Geisser in zweiter Generation mit der Gründung der bis heute einzigen Trutenbrüterei der Schweiz, der Trupro AG, fortgesetzt wurde.

Die "Krone" setzt auf das gelbe Krönchen
Die Culinarium-Trophy im Bereich Gastronomie wurde Bruno und Rita Schneider vom Restaurant Krone, Mosnang, zugesprochen. Damit ehrt die Jury das aussergewöhnliche Engagement des Wirte-Ehepaars für die Culinarium-Philosophie. "Die periodischen Themenwochen in der "Krone" sind weit über das Toggenburg hinaus bekannt und beliebt", schwärmt Josef Müller, Präsident von Gastro St. Gallen, in seiner Laudatio. Das Restaurant Krone befindet sich in einer eigentlichen Culinarium-Hochburg, da sowohl das Fleisch, die Milchprodukte als auch das Gemüse ausschliesslich von Betrieben aus dem Dorf bezogen werden. "Der Kreislauf zwischen Produzent, Verteiler und Konsument ist dadurch geschlossen. Die Einheimischen, aber auch viele Auswärtige wissen diese Regionalität, Saisonalität und kurzen Transportwege der Lebensmittel zu schätzen", betont Müller weiter.Von der Jury speziell hervorgehoben wurde auch der Einsatz des Krone-Teams für den Nachwuchs. So habe jedes Jahre eine Schulklasse aus Mosnang die Möglichkeit, mit dem Patron und seiner Gattin persönlich auf Einkaufstour zu gehen, um anschliessend die Eltern, Lehrer und Behörden mit einem vorzüglichen Mahl zu bekochen und verwöhnen.

St. Gallen, die Stadt der Genüsse 2008
Max Gsell, Leiter der Verpflegung des evangelischen Pflegeheims Bruggen, hat sich als Privatperson zum Ziel gesetzt, die Gallusstadt auf den Olymp des Genusses zu hieven. Und das ist ihm dieses Jahr gelungen: St. Gallen ist die Stadt der Genüsse 2008. Dafür erhält die Interessengemeinschaft St. Galler Genusstag mit Max Gsell als OK-Präsident an der Spitze die Trophy in der Sparte Tourismus. In seiner Laudatio würdigte Urs Emch, Geschäftsführer von Ostschweiz Tourismus, den unermüdlichen Einsatz von Max Gsell. In erster Linie galt es, die wichtigsten Verbände des Kantons für die Idee "Genussstadt St. Gallen" zu begeistern. "Und er begeisterte sie nicht nur, sondern infizierte sie richtiggehend." Dass sich St. Gallen gegen seinen Mitbewerber Bern durchsetzen konnte, schreibt Emch nicht zuletzt dem motivierten OK und den unzähligen ehrenamtlichen Helfern zu. Und selbstverständlich der grosszügigen Unterstützung durch die Sponsoren. So konnte am 20. September ein prachtvoller Genusstag mit viel Prominenz zelebriert werden - unter anderem mit einem Lebkuchen-Domino, einem Kochkurs mit ehemaligen und amtierenden Kochweltmeistern, einem Genussmobil für die Schüler und einem Genussmarkt für die gesamte Bevölkerung.

Genuss ist Lebensqualität
Als Genuss-Akademie betitelt, bot der Anlass allerdings weit mehr als Gaumenfreuden und Würdigungen. Er war auch lehrreich. Mit dem Impulsreferat zum Thema "Lebensqualität - Trends, Wandel und Wachstumspotentiale" eröffnete Martina Kühne vom Gottlieb Duttweiler Institut bereits am Nachmittag das Programm. Anschliessend konnten sich die Gäste in diversen Workshops über neue Trends in der Lebensmittelbranche informieren lassen; Wein, Rheintaler Ribelmais, das Schweizer Molkeschwein und Ostschweizer Würste bildeten die Schwerpunkte. In einem Unternehmergespräch gingen Adrian Bindella von Terroir Zürich, Heinz Schmid, Kulinarik-Redaktor bei der Schweizer Familie, und Alain Farine, Direktor der Vereinigung AOC-IGP, der Frage nach, ob die Schweiz ein Terroir hat.
"Entdecken, Degustieren und Geniessen regionaler Spezialitäten" lautete das Motto der Genuss-Akademie. Das war nicht nur Aufforderung, sondern auch Programm. Der von gut zwei Dutzend Culinarium-Betrieben gestaltete Produktemarkt zeigte bereits im Vorfeld des Gala-Abends eine Vielfalt an regionalen Spezialitäten: Fleisch- und Wurstwaren, Käse und weitere Milchprodukte, Wein, Bier, Dörrobst und vieles mehr. Der Einladung zum Entdecken und Degustieren kamen die Gäste nur zu gerne nach. Und der Genuss stellte sich dann ganz von alleine ein.



Linktipps:
Medienmitteilung St.Galler Bratwurst
Medienmitteilung: Genussakademie und Culinarium-Trophy
Medienmitteilung: Genussakademie und Culinarium-Trophy kurz
Medienmitteilung: Kasten Gewinner